Für viele gibt es nur zwei Arten von Tomaten: die normalen und die kleinen für den Salat. Dabei würden echte Tomatenliebhaber darüber wahrscheinlich nur müde lächeln. Tatsächlich gibt es weltweit mehrere tausend Sorten. Von süß und fruchtig bis würzig und kräftig, von kirschgroß bis beinahe handtellergroß. Wer genauer hinschaut, entdeckt schnell: Tomaten können deutlich mehr, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.
Klein, süß und unwiderstehlich
Cocktail- und Cherrytomaten gehören zu den beliebtesten Sorten überhaupt. Kein Wunder: Sie sind angenehm süß, besonders aromatisch und eignen sich perfekt zum Naschen zwischendurch, für Salate oder als bunter Hingucker auf dem Grillteller.

Übrigens: Viele Kinder, die bei großen Tomaten eher zurückhaltend sind, greifen bei kleinen Cherrytomaten begeistert zu. Vielleicht liegt es daran, dass sie fast wie kleine Bonbons der Gemüsewelt schmecken.
Der Alleskönner für jeden Tag
Strauchtomaten sind die Klassiker in der Küche. Sie überzeugen mit einer ausgewogenen Mischung aus Fruchtigkeit und leichter Säure und passen eigentlich zu allem – vom belegten Brot über den gemischten Salat bis hin zur selbstgemachten Tomatensoße.

Dass sie häufig noch an der Rispe verkauft werden, hat übrigens nicht nur optische Gründe. Die Früchte reifen gemeinsam und behalten dadurch oft besonders lange ihr intensives Aroma.
Wenn Größe wirklich Geschmack hat
Fleischtomaten und Ochsenherztomaten beeindrucken nicht nur durch ihre Größe. Sie enthalten wenig Kerne, dafür besonders viel saftiges Fruchtfleisch. Genau deshalb sind sie ideal für Caprese, Burger oder große Sandwiches.

Wer eine hochwertige Fleischtomate einfach nur mit etwas Olivenöl, Salz und frischem Pfeffer genießt, merkt schnell: Manchmal braucht gutes Essen gar nicht viele Zutaten.
Die Geheimwaffe für Soßen
Romatomaten oder Datteltomaten sind länglich geformt und enthalten vergleichsweise wenig Wasser. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Pasta-Soßen, Ofengerichte oder selbstgemachtes Ketchup. Beim Kochen entwickeln sie ein besonders intensives Aroma, ganz ohne große Tricks.

Farbe bringt Geschmack auf den Teller
Nicht jede Tomate muss knallrot sein. Gelbe Sorten schmecken häufig etwas milder und süßer, orangefarbene bringen eine angenehme Fruchtigkeit mit und dunkle, fast schwarz-violette Tomaten überraschen oft mit einer würzigen, leicht rauchigen Note.

Wer verschiedene Farben kombiniert, sorgt also nicht nur für einen echten Blickfang auf dem Teller, sondern erlebt auch ganz unterschiedliche Geschmackserlebnisse.
Ein kleiner Fehler, den viele machen
Kaum ein Lebensmittel wird so häufig falsch gelagert wie die Tomate. Der Kühlschrank scheint zwar praktisch zu sein, ist für Tomaten aber alles andere als ideal. Bei niedrigen Temperaturen verlieren sie einen Teil ihres Aromas und ihre Konsistenz verändert sich. Am wohlsten fühlen sich Tomaten bei Zimmertemperatur. Möglichst an einem luftigen Platz und nicht in direkter Sonne. So behalten sie ihren vollen Geschmack.
Tomaten – eigentlich Obst?
Jetzt wird es kurz botanisch: Auch wenn wir Tomaten ganz selbstverständlich zum Gemüse zählen, gehören sie aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich zum Obst. Genauer gesagt handelt es sich um Beerenfrüchte. Für die Küche spielt das zwar keine große Rolle, für das nächste Quiz oder den Small Talk beim Grillabend ist dieses Wissen aber garantiert einen Punkt wert.
Einfach mal probieren
Vielleicht greifen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf in unserem EDEKA-Krause-Markt auf Fehmarn einfach einmal zu einer Sorte, die Sie bisher noch nicht probiert haben. Die Chancen stehen gut, dass Sie einen neuen Favoriten entdecken. Und falls nicht: Eine Tomate mehr im Salat hat schließlich noch niemandem geschadet.