EDEKA Sven Krause, Fehmarn, Blog, Ouzo, Griechenland, Anis

Ouzo – Der Geist Griechenlands im Glas und auf dem Teller

In die­sem Som­mer führ­te die kuli­na­ri­sche Urlaubs­rei­se des Autors die­ses Blogs ins öst­li­che Mit­tel­meer – genau­er gesagt nach Grie­chen­land und eini­ge sei­ner wun­der­schö­nen Inseln. Wer schon ein­mal dort war, weiß: Am ech­ten grie­chi­schen Ouzo führt kaum ein Weg vor­bei. Ob am Nach­mit­tag in einer Taver­ne direkt am Meer oder als Diges­tif nach einem üppi­gen Meze­des-Abend – Ouzo ist all­ge­gen­wär­tig und mehr als nur ein Getränk. Er ist ein Stück grie­chi­scher Kul­tur, Geschich­te und Gast­freund­schaft.

Was ist Ouzo eigentlich?

Ouzo ist ein kla­rer, anis­ba­sier­ter Schnaps, der tra­di­tio­nell in Grie­chen­land und Tei­len Zyperns her­ge­stellt wird. Sei­ne Haupt­aro­men stam­men aus Anis­sa­men, die ihm den typi­schen lakritz­ar­ti­gen Geschmack ver­lei­hen. Doch das ist längst nicht alles: In vie­len Ouzos fin­den sich auch Fen­chel, Kar­da­mom, Zimt, Nel­ken oder Mastix – je nach gehei­mer Rezep­tur der jewei­li­gen Destil­le­rie.

Das Beson­de­re: Beim Ver­dün­nen mit Was­ser oder dem Hin­zu­fü­gen von Eis ver­färbt sich Ouzo mil­chig-trüb – ein Effekt, der „Lou­che-Effekt“ genannt wird. Er ent­steht durch die äthe­ri­schen Öle, ins­be­son­de­re das Anethol aus dem Anis, das sich bei sin­ken­der Alko­hol­kon­zen­tra­ti­on aus der Lösung löst.

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Mit einem Alko­hol­ge­halt von meist rund 40 % Vol. stürzt man Ouzo selbst­ver­ständ­lich nicht “auf Ex” hin­un­ter. In Grie­chen­land genießt man ihn lang­sam – oft ver­dünnt – zusam­men mit klei­nen Häpp­chen, den Meze­des. Und genau dar­in liegt auch der Charme die­ses Getränks: Es steht für Ent­schleu­ni­gung, Genuss und gesel­li­ge Momen­te.

Ein Blick in die Geschichte

Die Ursprün­ge des Ouzo rei­chen weit zurück. Bereits im 19. Jahr­hun­dert began­nen grie­chi­sche Bren­ne­rei­en, Anis­schnäp­se auf Basis des „Tsi­pou­ro“ her­zu­stel­len – einem Tres­ter­brand, ähn­lich dem ita­lie­ni­schen Grap­pa. Ouzo ent­wi­ckel­te sich dar­aus zu einem eigen­stän­di­gen Pro­dukt und wur­de 1989 durch die EU als „geo­gra­fisch geschütz­te Spi­ri­tuo­se“ aner­kannt. Das bedeu­tet: Ech­ter Ouzo darf nur in Grie­chen­land und bestimm­ten Tei­len Zyperns pro­du­ziert wer­den.

Die berühm­tes­te Ouzo-Regi­on ist Les­bos – beson­ders der Ort Plo­ma­ri, in dem zahl­rei­che tra­di­ti­ons­rei­che Bren­ne­rei­en zu Hau­se sind.

Ouzo nicht nur im Glas: Rezept für eine mediterrane Ouzo-Grillmarinade

Ouzo eig­net sich nicht nur zum Trin­ken – er ver­leiht auch Mari­na­den und Soßen eine beson­de­re Note. Hier ein ein­fa­ches, aber aro­ma­ti­sches Rezept für eine Ouzo-Zitro­nen-Mari­na­de, per­fekt für Hähn­chen, Gar­ne­len oder auch Gemü­se vom Grill.

  • 4 EL Ouzo
  • Saft und Scha­le einer Bio-Zitro­ne
  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 2 Knob­lauch­ze­hen, fein gehackt
  • 1 TL Honig
  • 1 TL getrock­ne­ter Ore­ga­no
  • Salz und Pfef­fer nach Geschmack

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Zube­rei­tung:
Alle Zuta­ten in einer Schüs­sel gut ver­men­gen. Das Grill­gut dar­in min­des­tens zwei Stun­den, idea­ler­wei­se über Nacht, mari­nie­ren. Vor dem Gril­len gut abtrop­fen las­sen. Die Mari­na­de passt her­vor­ra­gend zu Mee­res­früch­ten, aber auch zu Hähn­chen oder medi­ter­ra­nem Grill­ge­mü­se.

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